Stiftungsfest 2010

aF Scharf

Das diesjährige 133. Stiftungsfest der Turnerschaft Germania begann zunächst mit einem AH-Tag. Bei dem sich die alten Herren sowie Teile der Aktivitas zusammensetzten und die aktuellen Probleme auf dem Haus, sowie allgemein zur Germania diskutierten.

Das eigentliche Stiftungsfest fand am darauf folgendem Samstag Abend statt. Im Hotel Königshof traf in einer gemütlichen Runde Alt und Jung zusammen um sich zu unterhalten und gegenseitig Erfahrungen auszutauschen. Begleitet wurde das ganze Geschehen von einem leckeren Buffet. Zum Höhepunkt des Abends fand ein Feuerwerk zum 1.Mai auf der gegenüberliegenden Rheinseite statt. Gegen Null Uhr Nachts wurde dann in den 70. Geburtstag von AH Pfingsten rein gefeiert.

Am Sonntag wurde dann zum Abschluss des ganzen Stiftungsfestes eine Bootsfahrt über den Rhein organisiert, bei der man nochmals bei Kaffee und Kuchen nett beisammen saß.

Ankeipe 2010

aF Beuel, aF Ma, aF Scharf;

Die Semesteranfangskneipe wurde am 16.04.2010 von den Mitgliedern der Turnerschaft Germania geschlagen, Burschen und Füchse erwarteten die Ankneipe schon seit Beendigung des letzten Wintersemesters. Die Kneipe wurde traditionell von den Chargen eröffnet.  Diese trugen die für diese hochoffizielle Veranstaltung den üblichen Chargewichs. Durch die Einführung des X, in den offiziellen Teil der Kneipe, fing das gemütliche Ründchen an. Mit der aktiven Teilnahme der alten- bzw. aktiven Burschen wurde die Kneipe lustig gestaltet. Der Fuchsen Stall war voll besetzt mit den aktiven Füchsen des Hauses und dem FM Klinnert. Höhepunkt des Abends war der Fuchsenulk. Die Informatiker der Fuxia hielten Witze über ihres Gleichens ab und belustigten die aktiven Burschen der Kneipe. Der Geodät schweifte dabei von seinem studierenden Thema ab und erzählte eine Geschichte über den weißen Gorilla, die zum Teil auf Begeisterung wie auch auf aggressive Reaktionen  traf. Zudem sorgte eine neue Methode zur Verteilung des comment-gemäßen Stoffes für Abwechslung. Die Strichliste, wie sie von AB Menn genannt wurde, rechnete jedem bei ungemäßen Verhalten ein Maß an. Während dies einigen durch schlichten Alkoholentzug  gelang, versuchten andere vergeblich mit billigen Beleidigungen aus dritter Reihe Bonusstriche zu ergattern.
Im Inoffiz wurde dann das gemütliche Beisammensein fortgesetzt, Bierjungen über Stafetten leerten fortlaufend den Comment-gemäßen-Stoff-Bestand des Hauses. Auf Wunsch der ABs wurde dann eine Fuchsenstafette durchgeführt, was bis dato noch keiner gesehen hatte. Im Hinblick auf das kommende Semester war das eine sichtlich wohl gelungene Veranstaltung.

Weihnachtsfeier 05.12.2009 mit Familien & Freunden

Kreuzkneipe mit e.v. VdSt Bonn

Sangesfreudige Kneiptafel

Sören Diekmann Z!

Nach dem Antrunk und Hissen der Germanenfahne, ist das Wintersemester 2009/2010 mit einer Kreuzkneipe auf dem Haus e.s.v. VdSt Bonn gestartet. Mit dem ein oder anderen Bier vorweg ging es gestärkt in das Offiz des Abends. Die Kneipe wurde von den beiden Erstchargierten Farbenbruder Peer Jansli und Bundesbruder Sören Diekmann geleitet. Die Veranstaltung verlief recht spaßig, auch wenn man beiden Vorsitzenden anmerkte, dass ihnen in manchen Situationen die Erfahrung fehlte.

 

Besonders die Lieder waren gut gewählt. Der Biermusikus gab sich alle Mühe, Doch vor allem gegen Ende des Abends merkte man ihm dann doch das eine oder andere Gläschen kühlen Gerstensaftes an. Zu Beginn des Inoffiz ließ sich das Präsidium durch Frederik Eisenberger (VdSt Bonn) und Tobias Eichstädt (T! Germania) auswechseln. Beide konnten die Corona recht gut im Zaum halten und so nahm der feucht fröhliche Abend seinen weiteren Verlauf.

Germane "rettet" das Weltklima

Unser 21. Jahrhundert wird mit großer Sicherheit vom Klima stark beeinflusst werden. Wie wird der Mensch darauf reagieren? Um diese Frage zu vertiefen, blicken 23 Geowissenschaftler, Klimaforscher und Archäologen in die Vergangenheit. Darunter unser Bundesbruder Stephan Dietrich.

 

Im Zuge jüngster Forschungsergebnisse an Seesedimenten und Baumringen werden sie die Menschheitsgeschichte der letzten 40.000 Jahre in Mitteleuropa mit all ihren historischen und archäologischen Hinterlassenschaften erstmals vor dem Hintergrund einer präzisen Wetter- und Klimaentwicklung erklären. Sind es eher einzelne Wetterextreme, oder die langfristigen grundlegenden Klimaänderungen, die für eine Kultur gefährlich werden. Welche Rolle spielen Vulkanausbrüche?

 

Die Sedimente der Eifelmaare sind dabei der einzige Ort in Mitteleuropa, der die letzten 40.000 Jahre vollständig dokumentiert: Mit Hilfe der Ablagerungen in den tiefen und sauerstoffarmen Seen wurden die Klima- und Wetterbedingungen von den Neandertalern bis heute genau rekonstruiert. Extreme Hochwasser sind ebenso abzulesen wie kaltzeitliche Trockenphasen. Vulkanaschen zeigen die Aktivität des Eifelvulkanismus bis in unsere jetzige Warmzeit. Die Vegetation ist über Pollen dokumentiert, und die Seeökologie spiegelt sich in den Planktongemeinschaften wider. Neben den Maarsedimenten wird die 14C-Aktivität in Baumringen benutzt, um Phasen schwacher und starker Sonnenintensität zu identifizieren.

 

Das Buch verbindet naturwissenschaftliche Rekonstruktionen mit historischen und prähistorischen Dokumenten und zeichnet ein lebendiges Bild der Menschheitsgeschichte im Spannungsfeld der Wetter-, Klima- und Vegetationsentwicklung.

 

weitere Infos im Flyer zum Download

Germania trauert um Ekhard v.Dewitz und Dr. Heinrich Dorlöchter

E. von Dewitz

Mit großer Bestürzung haben AH-Verband und Aktivitas die Nachricht vom Tod unseres lieben Bundesbruder Ekhard von Dewitz aufgenommen. Am 16. Januar 2009 kam er bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ekhard von Dewitz war auf dem Weg nach Hause. Er wurde 43 Jahre alt. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Familie.

 

Nicht minder erschüttert hat uns der Tod eines weiteren Bundesbruder zu Beginn dieses Jahres. Am 4. Januar starb Dr. Heinrich Dorlöchter aus Bochum. Er wurde 80 Jahre alt. Die Germania wird beiden ein ehrendes Gedächtnis bewahren.

Showdown in Friedrichsfehn- Kohlfahrt 2009

On the road again

von Jan Hoffman

 

Die diesjährige Kohlfahrt wurde leider ohne amtierenden Kohlkönig und aber mit fünf hochmotivierten Germanen angetreten. Dabei waren die Bonner Burschen Hoffmann und Diekmann, die AMAM Koporcic und Szech sowie unser AH Dietrich I. Die Fahrt ging zunächst zu viert in einem recht eng bemessenen Renault Clio nach Köln, wo AM Szech zustieg. Die Stimmung auf der Reise durch die leicht verschneite Landschaft war ausgelassen. Doch ca. 50 km vor unserem Ziel bei AH Ernst V lag kein Schnee mehr. Dabei hatten wir uns auf eine Wanderung bei kühlen Temperaturen gefreut. So wie es sich für eine zünftige Kohlfahrt auch gehört. Glücklicherweise lag in Edewecht dann doch wieder etwas Schnee.

 

Nach einer leckeren Suppe als Stärkung ging es nun zum Boßeln, und zusammen mit Familie Ernst waren wir zu neunt. Das Boßeln verlief relativ einseitig, wenn auch arm an Punkten. Nur dank aB Diekmann konnte das unterlegen Team punkten, da er (als Mitglied des Siegerteams) frontal vor einen Baum warf und die Kugel hinter der Ausgangsposition landete. Der mitgenommene Alkohol wurde dennoch sehr zügig geleert, was die Stimmung nicht unbedingt drückte. Auch der Doppelkorn gehört zur Kohlfahrt wie der Bollerwagen zum Vatertag.

 

Nach einer kurzen Entspannung in der Sauna konnten wir zum Kohlessen schreiten, und es schmeckte wieder einmal vorzüglich. Nachdem wir uns alle vollgeschlagen haben, schritten wir zur Krönung des Kohlkönigs. Nach mehreren gescheiterten Anläufen triumphierte dieses Mal der wieder hochmotivierte Thomas Szech.

 

Bis spät in die Nacht wurde bei dem ein oder anderen Bier über Gott und die Welt diskutiert, und irgendwann sind alle zufrieden ins Bett gefallen. Diese tolle Aktivenfahrt wurde abgerundet von einem riesigen und leckeren Frühstück. Die Teilnehmer der Kohlfahrt bedanken sich auf diesem Wege noch einmal bei Familie Ernst für die Gastfreundschaft und den Aufwand. Wir alle freuen uns schon auf das nächste Jahr.

 

[weitere Berichte]

Die Sanierungsarbeiten am Haus schreiten voran

Pfingsttreffen 2008 - Eindrücke

Impressionen vom 131. Stiftungsfest

Wanderung im Siebengebirge

Dieter Pfingsten Z!

 

Am 30.6. trafen wir –Ehepaare Ernst und Pfingsten- wie verabredet die Aktiven, vier an der Zahl in Niederdollendorf am Bahnhof. Fünf Aktive der Turnerschaft Cimbria stießen noch dazu und am Parkplatz in Heisterbach wartete noch ein Alter Herr der Cimbern. So zog ein beachtliches Trüppchen zunächst in das Klostergelände und ließ sich von der Klosterruine beeindrucken. Pracht, Schönheit und Vergänglichkeit stoßen selten so hart auf einander und man lässt sich an einem schönen Samstag morgen gerne berühren, so wie auch das Gedicht berührt, das Ulrich Ernst (schon vor einem Jahr) hier in den Sinn kam.

 

Die Größe des ehemaligen Klostergeländes, die Pracht der Kirchenruine und des Eingangsgebäudes lassen noch die Bedeutung des Klosters erahnen, lassen aber auch erahnen, mit welch brutalem Rechtsbruch und ebenso brutaler Gedankenlosigkeit man vor ziemlich genau zweihundert Jahren nicht nur fremdes Eigentum durch Verstaatlichung gebrochen sondern –schlimmer noch wunderbare kulturelle Leistungen fast eines Jahrtausends zerstört oder dem Verfall preisgegeben hat.

 

Solchen ernsten Gedanken nachzuhängen, waren wir nicht ausgezogen. Zu Beginn unserer Wanderung öffneten die gewaltigen Basalt Steinbrüche nahe beim Kloster den Blick zurück in die graue oder glühende Vorzeit der Erde und ihre unruhige Vergangenheit. Durch Jahrtausende getrennte Ereignisse der Erdgeschichte zeichnen sich in den gewaltigen Wänden des Steinbruchs ab und es beschleicht einen die gewisse Ahnung, dass diese Unruhe der Vergangenheit nicht einem statischen Zustand Platz gemacht hat und Platz machen wird.

 

Jetzt aber quakten die Frösche und Kröten in dem Teich am Grunde des Kraters, die grünen Bäume nickten vom Kraterrand in das Loch und für uns ging der Weg bergauf. Da waren denn die allen Eltern wohlbekannten bangen Fragen, wie weit es denn wohl noch sei, unvermeidlich und einige Gipfel am Rande des ebenen Weges wurden nicht erstürmt. Die schon wohlige Sommerwärme war dabei eine gute Entschuldigung. Der letzte Aufstieg zum Ölberg ließ sich nicht umgehen; doch die dort oben winkende Belohnung waren ausreichender Ansporn für turnerschaftliche Leistungsbeweise.

 

Wenn man gefragt wird, warum man in Bonn studiert, so wäre „der Blick vom Ölberg“ schon eine ausreichend plausible Antwort, zumal es im Windschatten des Hauses Stärkung und Erfrischung für jeden Geschmack, serviert mit dem Blick auf das weite Rheintal giebt. Es schien, als wollten wir uns gar nicht mehr von dort oben trennen; doch dann tauchte die Frage auf, wann der Zeitplan unser nächstes Ziel vorsehe. Auch der Petersberg vermag zu locken. So ging die Wanderung durch die Wälder, wiederum runter und rauf flott vonstatten und niemand kann sich beschweren, im Siebengebirge müsse man hungern und dürsten. Im Gegenteil: Augen und Gaumen kamen auch jetzt für jeden Geschmack auf ihre Kosten. Und die sommerliche Wärme sorgte für Wohlbefinden bei jedermann. Gefreut haben wir uns, dass uns hier Marc Großer trotz engem Zeitplan Gesellschaft leistete.

 

Irgend wann geht alles zu Ende. Der Abstieg ging für die einen zurück nach Niederdollendorf, für die anderen zum Kloster. Und wer will es meiner Frau und mir verdenken, dass wir nach dem Abschied und vor der Heimfahrt – um das Ende nicht zu abrupt fühlbar zu machen im Hof einer Weinkneipe in Oberdollendorf noch zünftig „exgekneipt“ haben.

 

Zwischen Bologna und Kenia

Selten bot ein MK-Pfingstreffen mehr Diskussionsstoff als das diesjährige. Hann. Münden 2007 war mehr als nur eine Nabelschau der eigenen Befindlichkeiten, als eine gesellige Zusammenkunft mit Sport und Tanz. Wesentlich dazu beigetragen haben die beiden Festredner.

 

„Die entscheidende Frage ist, wie die stärkere zeitliche Belastung der Studenten in einem reformierten Studium mit den Anforderungen eines Verbindungslebens zu vereinbaren ist.“

 

Prof. Dr. George Turner, selbst Alter Herr des Corps Frisia Göttingen im WSC, nahm in seinem Vortrag anlässlich des Festaktes zur Eröffnung des Pfingst-Kongresses kein Blatt vor den Mund. Für den ehemaligen Berliner Bildungssenator und langjährigen Kämpfer für eine Reform des deutschen Hochschulsystems stellt der so genannte Bologna-Prozess alle Korporationen vor große Herausforderungen, eröffnet aber gleichsam große Chancen. „Für die Korporationen bedeuten die anstehenden Reformen in ganz bestimmten Punkten, dass sie sich umgehend und unmittelbar auf die veränderten Verhältnisse einstellen müssen.“

 

Im Juni 1999 hatten sich 31 europäische Staaten in der gemeinsamen Erklärung von Bologna verpflichtet, bis zum Jahr 2010 vergleichbare Studienabschlüsse in Europa zu schaffen. Im Kern verbirgt sich dahinter die Einführung eines "gestuften" Studiensystems mit den Abschlüssen Bachelor und Master. Die Konsequenzen sind längere Vorlesungszeiten, mehr Pflichtveranstaltungen, permanente Prüfungen bei gleichzeitig verkürzter Studiendauer. Die Schlussfolgerungen des Bildungsexperten sind genauso einfach wie einleuchtend: „Die Überlegung, sich zeitlich „leisten“ zu können, aktiv zu werden, wird zunehmend davon abhängen, ob die Verbindungen etwas bieten, was für das Studium erleichternd sein kann.“

 

Viele von Turners Anregungen, diesen Herausforderungen zu begegnen und gleichsam die sich bietenden Chancen zu nutzen, sind bereits in den Prinzipien einer Verbindung angelegt. Die Angebote der Bünde an die Studenten müssen aus seiner Sicht aber deutlich intensiviert und ausgebaut werden. Ein verstärktes Einführungs- und Mentorenangebot seitens der Aktivitas, um den erhöhten Informationsbedarf für Erstsemester aufzufangen, Organisation von Studien begleitenden Beratungsangeboten, noch stärkeres Engagement der Alten Herren als Ratgeber für den Einstieg und die Planung des Berufslebens. Turner schließt nicht aus, dass dies zu Lasten des Gemeinschaft stiftenden Charakters geht, sieht letztlich allerdings kaum eine Alternative: „Studentische Verbindungen sind kein Selbstzweck. Sie sind stets ein Spiegelbild oder eine Ergänzung zur Universität gewesen. Das bedeutet: da sich die Universität verändert, müssen die Korporationen dem Rechnung tragen, wenn sie überleben wollen.“

 

„Ihr Thema heißt Globalisierung! Sie alle wissen es, wissen nur nicht, wie Sie damit umgehen können.“

 

Nicht minder bemerkenswert war die Rede unseres lieben Bundesbruders Roland Ernst im Rahmen des Festkommerses am gleichen Abend. Was als Rückblick auf den Vorabend der 68er Studentenrevolte begann, mündete in ein glühendes Plädoyer für den afrikanischen Kontinent und einen Appell für gesellschaftliches Engagement.

 

Roland Ernst, Zahnarzt aus der Nähe von Oldenburg, engagiert sich seit nunmehr fünf Jahren in einem Projekt in Kenia. Zusammen mit einem Kollegen hatte er zunächst in Nairobi unter denkbar schwierigsten Bedingungen mit dem Aufbau einer ersten kompletten Zahnarztpraxis begonnen. Mittlerweile hat der Verein fünf solcher Einrichtungen geschaffen, und ca 50 deutsche Zahnärzte und –ärztinnen waren und sind für ein paar Wochen während ihres Jahresurlaubs in Kenia im Einsatz. Das Haupteinsatzgebiet, befindet sich im zentralafrikanischen, kenianischen Hochland am Victoriasee nahe der Grenze zu Uganda und zu Tansania. Die Zahnstationen sind untergebracht in kleinen Hospitälern, die von einheimischen Franziskaner-Nonnen betrieben werden.

 

Diese fünf Jahre haben Ernst einen ganz anderen Blick auf den vergessenen Kontinent eröffnet „Es sind diese für uns unfassbaren Gegensätze, die Afrika seine Magie verleihen. Es sind diese Gegensätze zwischen unbändiger Lebenslust und lähmendem geradezu depressiv stimmenden Pessimismus, die Kreativität der Armut, der Erfindungsreichtum der Menschen.“ Dieser Kontinent dürfe nicht weiter von der voranschreitenden Globalisierung ausgeschlossen werden, am Ende womöglich ihr ganz zum Opfer fallen, so sein Fazit. „Nicht aus Mitleid mit den Armen dieser Welt, sondern als schiere Notwendigkeit, unsere Gegenwart und die Zukunft aller Menschen zu gestalten.“

 

Hier schließt sich der Kreis zum Wintersemester 1966/67 als der junge Germanen-Fux Roland Ernst auf dem Winterkongress des Coburger Convents der Rede des General Graf Kielmannsegg aufmerksam lauschte. Angesichts einer sich abzeichnenden Politikverdrossenheit gerade der jungen Generation forderte der damalige Oberbefehlshaber der NATO die jungen Menschen zu politischem Engagement auf. 40 Jahre danach erneuerte Roland Ernst diesen Appell in Richtung der versammelten MK-Corona: „Engagieren Sie sich! Fragen Sie sich: womit fange ich selbst in der nächsten Woche an?“

 

Die Reden im Wortlaut zum Download

 

Hann Münden 2007 in Bildern

 

 

Kleine, aber feine Geburtstagsfeier

Anregende Gespräche und fröhliche Gesänge auf dem Germanenhaus

Das große Stiftungsfest stieg am Pfingstwochenende in Hann. Münden im feierlichen Rahmen des MK-Verbandstreffens. Aber Aktivitas und ein kleiner Teil der Altherrenschaft haben es sich nicht nehmen lassen, den Geburtstag unserer Geramania im Anschluss an den AH-Tag auf dem Haus in Bonn zu begehen.

 

Die Aktivitas nutzte die Gelegenheit, dem neuen AHV-Vorstand zur Wahl zu gratulieren und zusammen mit den anwesenden Bundesbrüdern auf eine erfolgreiche Arbeit und eine gedeihliche Zukunft anszustoßen. AB Thomas Szech übernahm in Vertretung des Erschargierten die Leitung der Kneipe und bestach durch eine inhaltlich starke und gleichsam amüsante wie kurzweilige Rede. AB Andreas Schmitz war aufgrund seiner Vorbereitung auf die abschließenden Examensprüfungen verhindert.

 

Zur Freude der Corona begleitete der Fuxmajor e.v. KDStV Novesia zu Bonn, Herr Michael Jacob, den Abend als Biermusikant. Sein gekonntes Spiel trug wesentlich zur feierlichen und geselligen Atmosphäre bei. Fast fühlte man sich an die Zeiten erinnert, als noch unserer lieber AH Rudi Gerbsch für die Germania in die Tasten griff. Dafür noch einmal herzlichen Dank!

 

 

Besuch aus Tübingen

Gute Gespräche bis tief in die Nacht

Fünf Aktive der Alten Turnerschaft Eberhardina-Markomannia zu Tübingen nutzten am 26. Mai einen Besuch in Bonn zu einem Abstecher aufs Germanenhaus. Unsere ehemaligen Verbandsbrüder brachten dann auch gleich drei ihrer Alten Herren aus dem Köln-Bonner Raum mit.

 

Es war nach dem MK-Austritt der Eberhardina-Markomannia die erste Begegnung seit langem. Neben großen Teilen der Aktivitas ließen sich auch drei Bonner Alte Herren der Germania (Breitgoff, Großer, Loewe) die Gelegenheit zu guten Gesprächen in geselliger Runde nicht nehmen. Die sommerlichen Temperaturen und die Frühlingsatmosphäre in der Bonner Südstadt trugen ihr übriges zu einem fröhlichen Abend im "Germanen-Biergarten" bei.

 

 

Bezirksgruppe Bad Salzuflen

Altstadt Bad Salzuflen

Heinz Brandes Z!

 

Der Termin für das nächste Bezirksgruppentreffen in Bad Salzuflen liegt fest: Es ist der 20. Oktober 2007. Die Teilnehmer am diesjährigen Treffen waren einhellig der Meinung, es bei der festen Regel zu belassen, nämlich jeweils der dritte Sonnabend im Oktober.

 

Eine kleine Rückschau auf das Zusammensein am 21.10.2006. Demjenigen, der nicht dabei war, ist viel entgangen. Da war zunächst das Referat von unserem Bdr. Dr. Reinhold Schumacher. Sein Thema, das sich mit Energie befasste, hatte zufällig einen aktuellen Hintergrund. Bei der Helsinki Konferenz wurde an diesem Tag mit Russland um die Zusage gesicherter Gaslieferungen gerungen.

 

Bei den verhältnismäßig geringen eigenen Förderungen ist das gerade für Deutschland von entscheidender Bedeutung. Wo in Deutschland überhaupt Gas gefunden und gefördert wird und unter welch schwierigen Bedingungen, das erfuhren die Zuhörer in dem Vortrag von AH Schumacher: Technologische Herausforderungen für Exploration und Produktion von Erdgas in Deutschland. Zahlreiche Grafiken und Bilder, etwa Querschnitte vom geologischen Aufbau der Fördergebiete, erleichterten das Verständnis. Nachdem wir dann noch gelernt hatten, dass aus den Poren dieses Gesteins das Gas gewonnen wird, wurde der mitgebrachte Bohrkern mit ganz anderen Augen gesehen. Da Energieversorgung jeden einzelnen betrifft und dies nicht auf Erdgas beschränkt ist, dauerte es nicht lange, bis der Fachmann mit Fragen nach Erdöl bedrängt wurde. Und aus einzelnen Fragen entwickelte sich bald eine rege Diskussion.

 

Selbst ganz Ängstliche waren durch die Zusicherung des Geologen AH Schumacher, Erdgas würde noch für 150 bis 200 Jahre und Erdöl für 150 Jahre reichen, beruhigt und nun sicher, dass sie diesen Winter nicht würden frieren müssen. Auch die Aktivitas -vertreten durch Steve Beckmann (X), Jan Hoffmann (FM), Robert Kirsten, Benjamin Flötotto mit Gast Frau Steffi Kordtomeikel sowie Peter Menke – trug belebend zur Gestaltung der Zusammenkunft bei. A.B. Robert Kirsten referierte über die Ziele des so genannten Bologna-Prozess, in Europa durch Einführung des Bachelor- und Master-Abschlusses vergleichbare Ausbildungs- und Prüfungsinhalte zu schaffen. Mit credits und modulen als Maßstab tut man sich erst schwer. Ein credit als Maß für zeitlichen Aufwand, 900 Stunden Arbeitsaufwand pro Semester entsprechen 30 credits, der Bachelor erfordert 180 bis 240 dieser Einheiten, um ansatzweise wiederzugeben, was mir davon in Erinnerung geblieben ist. Über dieses den AHAH doch fremd wirkende System wurde heftig diskutiert.

 

Teilnehmer der AH-schaft waren Hans Böhmer und Rolf Wippermann sowie jeweils mit ihren Damen Wolfgang Götze, Dirk Lönnies, Jürgen Menn, Dieter Pfingsten, Klaus Ulmer, Heinz Brandes, natürlich Reinhold Schumacher und erstmals in der Runde Friedrich-Wilhelm Schulze. Leider hatten einige Bundesbrüder, die ihr Kommen schon fest zugesagt hatten, im letzten Augenblick absagen müssen. Peter van der Wielen hatte ein Bandscheibenvorfall erwischt, familiäre Gründe hatten sich bei Ulrich Ernst, Peter von der Crone, August Wilhelm Meincke, Heinrich Dorlöchter sowie Heinz Molthan ergeben, Siegfried Treichel nahm an einer Veranstaltung seines anderen Bundes teil, Hans Preuße war auf Auslandsreise, Hans Bollermann und Enno Schaumburg waren gleichfalls verhindert und sandten Grüße für gutes Gelingen, ebenso wie Klaus Gülker und Harald Gude vom Vorstand des AH-Verbandes.

 

Und das 50. Bezirksgruppentreffen wird wieder sehr interessant und spannend werden!

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